Moin beim SchulCommSy Hamburg

Schreiben einer gemeinsamen Erzählung

Autorin: Kathrin Hamann (Lehrerin am WHG)

Beschreibung des Nutzungskontexte:

Form des Veranstaltung: Deutschunterricht in einer 8. Klasse am Gymnasium in Schleswig-Holstein.

Beschreibung des organisatorischen Ablaufs:

Nach einer kurzen Einführung während des Deutschunterrichts arbeiteten die Schüler selbständig mit dem CommSy als ergänzendes Medium während und außerhalb der Unterrichtszeit.

Ziele/-inhalte:

CommSy sollte zur Unterstützung beim gemeinsame Schreiben und Überarbeiten einer Erzählung dienen.

Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden:

25 Schüler (14 Jungen, 11 Mädchen).

Dauer der CommSy-Nutzung:

Das Schreiben und Überarbeiten der Erzählung benötigte drei Schulstunden. Die gemeinsame Überarbeitung der Erzählung fand größtenteils während der Unterrichtszeit statt.

Beschreibung der Nutzung des CommSy:

Nach der Behandlung "Lukas, sanftmütiger Knecht" von Siegfried Lenz sollten die Schüler in Kleingruppen eine eigene Erzählung schreiben. Als Vorlage diente ein vorgegebener Plot in elf Abschnitten aus je drei Sätzen. Aufgabe der Schüler war es nun jeweils in ihrer Gruppe einen Absatz auszugestalten. Dies taten die Schüler während des Unterrichts. Hausaufgabe war dann, den eigenen Absatz ins CommSy zu stellen, damit in der nächsten Stunde die Übergänge zwischen den einzelnen Absätzen bearbeitet werden konnten. So stellte jede Gruppe ihr Worddokument als Material ins CommSy.

Jede Gruppe musste nun den Vor- und Nachfolgeabschnitt zu ihrem eigenen Text überarbeiten. Dafür luden sie sich die jeweiligen Abschnitte aus dem CommSy herunter, überarbeiteten sie und stellten sie als neue Fassung wieder ins System. Diese einzelnen Abschnitte kopierten wir dann in ein gemeinsames Dokument, so dass ein durchgehender Text entstand, bei dem nicht mehr deutlich wurde, dass er von elf Gruppen geschrieben worden ist. In der nächsten Stunde entwarf der Großteil der Klasse ein Deckblatt während vier Schüler den Gesamttext noch einmal redigierten. Dieser Text wurde in der folgenden Stunde ein letztes Mal von der gesamten Klasse überprüft und es wurden noch einige Veränderungen vorgenommen, bis eine endgültige Fassung vorlag.

Das Besondere an dieser Arbeit war, dass die Schüler sehr schnell von alleine auf Wortwahl und Satzbau der einzelnen Abschnitte achteten und nicht nur auf den Inhalt und die Rechtschreibung. Dieses Phänomen war für mich sehr positiv und machte mir deutlich, wie gut es ist, wenn alle Schüler an einem Überarbeitungsprozess beteiligt sein, Veränderung schnell durchführen und auch nachvollziehen können, ohne dabei immer mit Kopien hin und her laufen zu müssen.

Fazit: Erfahrungen und Vorschläge:

CommSy war beim Schreiben einer gemeinsamen Erzählung eine echte Unterstützung. Begleitet war der Einstz des Systems zunächst durch die Unsicherheit, wie die Schüler mit so einem System umgehen bzw. umgehen können. Hierbei gab es überhaupt keine Probleme, da die Schüler keine Scheu zeigten, einfach auszuprobieren, was man mit CommSy machen kann. Das zeigte sich in der Anfangszeit in einer erhöhten Nutzung der Diskussionen. Die Schüler tauschten sich jedoch wenig zu dem von mir gestellten Thema aus als zu ihrem Leben außerhalb der Schule oder auch über die Schule.

Obwohl ihnen bewusst war, dass ich alle Einträge verfolgen konnte, nahmen sie kein Blatt vor den Mund. Dabei stoppten sie sich irgendwann selber, indem Schülerinnen noch einmal darauf hinwiesen, dass Frau Hamann mitlesen könne. Ich denke, dass Schüler in der achten Klasse noch zu jung sind, um über das CommSy eine ernste Diskussion zu führen, sofern man diese nicht streng reglementiert. Ich sehe hierbei kein Problem, da die Schüler im Unterricht Diskussionen führen können, dann sollen sie diesen Bereich des CommSy für die Freizeit nutzen.

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