Moin beim SchulCommSy Hamburg

Erstellung eines Leseplans

Autorin: Kathrin Hamann (Lehrerin am WHG)

Beschreibung des Nutzungskontexte:

Form des Veranstaltung: Deutschunterricht in einer 8. Klasse am Gymnasium in Schleswig-Holstein.

Beschreibung des organisatorischen Ablaufs:

Nach einer kurzen Einführung während des Deutschunterrichts arbeiteten die Schüler selbständig mit dem CommSy als ergänzendes Medium während und außerhalb der Unterrichtszeit.

Ziele/-inhalte: CommSy sollte zur Unterstützung bei der Herstellung eines Leseplans zum Roman "Tintenherz" von Cornelia Funke dienen.

Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden:

25 Schüler (14 Jungen, 11 Mädchen).

Dauer der CommSy-Nutzung:

Der Einsatz des CommSys zur Erstellung des Leseplans fand über einen begrenzten Zeitraum von ca. ca. 10 Tage statt. Der Leseplan wurde hauptsächlich zu Hause in Eigenarbeit erstellt.

Beschreibung der Nutzung des CommSy:

Ziel des CommSy-Einsatzes in meinem Deutschunterricht war die gemeinsame Erstellung eines Leseplans zu Cornelia Funkes Roman "Tintenherz". Da der Roman aus ca. 60 Kapitel besteht und über 500 Seiten lang ist, überlegte ich mir, einen gemeinsamen Leseplan zu erstellen. Dazu war jeder Schüler für die Zusammenfassung von zwei Kapiteln zuständig sowie für die Überprüfung von zwei weiteren Kapiteln.

Ich erstellte zur Vorbereitung eine Wordtabelle mit einem Schema für die Kapitelzusammenfassungen. Diese Datei "Tintenherz_leer.doc" stellte ich als Material "Zusammenfassung Tintenherz Vorlage" ins CommSy und fasste in dem Beschreibungsfeld die Arbeitsaufgabe zusammen.

Nachdem es anfangs Unklarheiten darüber gab, wer mit welchem Dokument arbeiten sollte, fanden wir zu folgendem Arbeitsprozess: Jeder Schüler, der die Tabelle bearbeitete, speicherte sie unter seinem Namen und dem Datum ab, so dass deutlich wurde, bei welcher Version es sich um die neueste handelte.

Da selbst nach der Überprüfung durch die Schüler noch viele Rechtschreibfehler im Leseplan vorhanden waren, korrigierte ich die Endfassung noch einmal durch und kennzeichnete alle Fehler in Rot, so dass die Schüler ihre Fehler erkennen konnten.

Das Ergebnis dieser Arbeit war ein Leseplan über vier Seiten. Da jeder Schüler den gleichen Plan hatte, durfte dieser auch in der Klassenarbeit benutzt werden, ohne dass irgendwer bevor- bzw. benachteiligt war.

Neben der Zusammenfassung des Romans nutzte ich das CommSy, um eine Gruppenarbeit zu den Hauptpersonen des Romans zu koordinieren. Wir erstellten für jeden Charakter eine Gruppe, der sich dann die entsprechenden Schüler zuordneten. So hatten alle immer einen guten Überblick, wer an welcher Arbeit beteiligt war. Dies war aus dem Grund wichtig, da ich die Aufgabe direkt vor den Ferien stellte, damit die Schüler in der freien Zeit Materialien sammeln konnten. Durch die Zuteilung im CommSy wusste dann jeder Schüler, an wen er sich wenden konnte, um Absprachen zu treffen.

Fazit: Erfahrungen und Vorschläge

Ich bin sehr positiv von dem Einsatz des Systems im Unterricht überrascht. Nachdem ich sehr lange zögerte, dieses System einzusetzen, da mir kein geeignete Nutzungskontext einfiel, entschied ich mich doch zum Ausprobieren. Begleitet war dieses Testen durch die Unsicherheit, wie die Schüler mit so einem System umgehen bzw. umgehen können. Hierbei gab es überhaupt keine Probleme, da die Schüler keine Scheu zeigten, einfach auszuprobieren, was man mit CommSy machen kann.

Besonders gut gefällt mir die Möglichkeit zu Einträgen Anmerkungen erstellen zu können. So gab es Fragen zur Aufgabenstellung für die Erstellung des Leseplans, die durch eine neue Anmerkung eines Mitschülers geklärt wurden, so dass an dieser Stelle deutlich wird, dass die Schüler auch versuchen, dass CommSy ernsthaft zu nutzen, auch wenn keine konkrete Aufgabe zum CommSy vorhanden ist.

Ich werde auf jeden Fall CommSy weiterhin in meinen Unterricht integrieren, jedoch nur dann, wenn ich mir sicher bin, dass das CommSy eine Hilfe darstellt und nicht nur um seiner selbst willen genutzt wird. So hat es sich für mich gelohnt, mir sehr lange Gedanken über einen Einsatz zu machen, denn an den Stellen, an denen ich es einsetzte, gab es keinerlei Probleme und auch keine Schüler, die meckerten, dass das ohne Computer viel sinnvoller sei.

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