Moin beim SchulCommSy Hamburg

"Digitales Lehrerzimmer"

Autor: Gunnar Eggers (Lehrer am GSM)

Beschreibung des Nutzungskontexte:

Form des Veranstaltung: Materialsammlung und "Digitales Lehrerzimmer" der Gesamtschule Mümmelmannsberg als integraler Bestandteil der kollegiumsinternen Kommunikation und zur Bereitstellung von Materialien und Informationen.

Beschreibung des organisatorischen Ablaufs:

Zu Beginn des Schuljahres 2006/07 entstand vermehrt der Wunsch, die in der Schule an verschiedenen Orten zur Verfügung stehenden Unterrichtsmaterialien zu bündeln und in einem Didaktischen Zentrum für alle Kolleginnen und Kollegen zentral zur Verfügung zu stellen.

Ziele/-inhalte:

Neben dem Vorhaben, in unserem Didaktischen Zentrum Materialien bereitzustellen verfolgten wir das Ziel, die Kolleginnen und Kollegen als Nutzer eines Raumes mit dem System des CommSy vertraut zu machen und sie dadurch leichter in die Lage zu versetzen, einen Raum für ihre eigenen Klassen oder Kurse zu eröffnen und zu moderieren.

Anzahl und Zusammensetzung der Teilnehmenden:

Zur Zeit (Januar 2008) hat unser Didaktisches Zentrum ca. 70 Mitglieder aus allen Fächern der Schule. Außerdem sind natürlich auch der Beratungsdienst, die Sonderpädagogen und die Schulverwaltung vertreten. Die Altersstruktur der Nutzer ist recht heterogen.

Dauer der CommSy-Nutzung:

Die Nutzung des Didaktischen Zentrums ist langfristig angelegt.

Beschreibung der Nutzung des CommSy:

Wir benutzen CommSy in erster Linie als Basis zur Bereitstellung und zum Austausch von Unterrichtsmaterialien von Kollegen für Kollegen. Zusätzlich nutzen wir die Termine-Rubrik zur Ankündigung interner Termine wie Konferenzen, Projektwochen, Elternabenden und dergleichen. Öffentliche Termine werden zusätzlich im Gemeinschaftsraum der GSM angekündigt und können über einen Gastzugang sowie über einen direkten Link von unserer Homepage eingesehen werden.

Insbesondere die Funktionen zum Erstellen und Herunterladen von Materialien werden von den Beteiligten genutzt. Darüber hinaus hat sich das CommSy auch als ideale Ergänzung zur Kollegiumsliste etabliert, in der es zwar Telefonnummern aber keine Emailadressen gibt.

Eine weitere Nutzung ergab sich bei der Erstellung eines Medienentwicklungsplans für die Schule. Die Arbeitsfassungen des Medienentwicklungsplans wurden als Material im CommSy geführt, so dass jeder Kollege die Möglichkeit hatte, sich über den Stand der Arbeitsgruppe zu informieren. Für die Arbeitsgruppe selber gab es natürlich die Möglichkeit, auch außerhalb der Sitzungen am Medienentwicklungsplan zu arbeiten.

Unser "Didaktisches Zentrum GSM" hatte darüber hinaus auch einen Multiplikatoreffekt für den Unter-richt mit Schülern. Viele Kollegen, die sich in die Nutzung des CommSy eingearbeitet hatten eröffneten später eigene CommSy-Räume für ihre Lerngruppen.

Beschreibung der CommSy-Moderation:

Für das Didaktische Zentrum wurde die Option "Schule" als Voreinstellung gewählt. Eine farbliche Anpassung der Oberfläche war nicht notwendig, da das vorgegebene Design gut zu den Farben unseres Logos passt, welches wir über die allgemeinen Raumeinstellungen in die Darstellung der Home eingebunden haben.

Die Moderation fiel mir als Didaktischem Berater für die Computernutzung im Unterricht der GSM automatisch zu. Um dem Kollegium eine Vorstellung von den Nutzungsmöglichkeiten des CommSy für die Materialbereitstellung und deren Austausch zu geben, sammelte ich zunächst vorhandene Materialien und stellte sie zusammen mit eigenen Materialien ins CommSy. Im Verlauf der nächsten allgemeinen Konferenz demonstrierte ich dann über einen Beamer, wie Materialien gesucht und gefunden werden können.

Eine daraufhin anberaumte kollegiumsinterne Fortbildung wurde mit großem Interesse und reger Beteiligung aus allen Fächern angenommen. Anhand von vorbereiteten Kurzanleitungen mit Aufgaben zum Suchen und Finden von Material sowie zum Hochladen machten sich die Teilnehmer mit dem CommSy vertraut. Hierzu diente dann neben dem Didaktischen Zentrum auch ein zusätzlich eingerichteter Übungsraum, in dem die Teilnehmer alles ausprobieren konnten was sie wollten, ohne befürchten zu müssen, irgend etwas durcheinander zu bringen. In diesem Übungsraum wurde dann z.B. auch die Rubrik "Diskussionen" lebhaft genutzt.

Die Betreuung der Nutzung nach dieser Fortbildung wurde von mir bedarfsorientiert gehandhabt. Dazu gehörte Emailsupport auf Anfrage, das gelegentliche Posten von Tipps per Email an einzelne oder mehrere Kollegen, als auch konkrete Hilfe vor Ort, z.B. beim Hochladen von Material oder beim Eintragen von Terminen. Für Nachzügler, die noch nicht Mitglied im CommSy sind, gibt es eine vorbereitete Email mit einer Kurzanleitung, die bei Bedarf angefordert werden kann. Inzwischen helfen sich die Kollegen auch viel untereinander.

Eine wesentliche Moderationsaufgabe ist das Einhalten einer Systematik beim Anlegen von Materialien sicherzustellen. Hier ist vielen Nutzern nicht geläufig, welche Möglichkeiten der Zuordnung zu Unterrichtsfächern, Terminen oder Gruppen es gibt. Diese muss ich daher häufig nachträglich vornehmen. Außerdem muss ich öfter die Zuordnung von den inzwischen als verbindlich eingestellten Kategorien korrigieren. Einen "Bitte lesen"-Text zur Systematik der Materialien erneuere ich regelmäßig, damit er stets ganz oben in der Materialliste erscheint, also an einer Stelle, die von den Nutzern gut wahrgenommen werden kann.

Fazit: Erfahrungen und Vorschläge:

Insgesamt hat der Austausch von Unterrichtsmaterial recht gut funktioniert, so dass sich inzwischen ein ansehnlicher Fundus gebildet hat.

Insbesondere beim Hochladen von Dateien in ein anzulegendes Material gab es jedoch kleine technische Schwierigkeiten. In unserem Intranet setzen wir IPCop als Proxy und Contentfilter ein. Wenn dieser jedoch im transparenten Modus betrieben wird, haben WinXP Clients im Gegensatz zu MacOSX Clients Schwierigkeiten, Dateien hochzuladen. Das Hochladen von Dateien klappt in diesem Fall nur über die Funktion "mehrere Dateien gleichzeitig hochladen", so dass wir zugunsten einer leichteren Benutzbarkeit unseren Proxy nun im nicht-transparenten Modus betreiben und die Proxyeinstellung an allen Clients von Hand vornehmen mussten. Hier konnte der CommSy-Server nun als Ausnahme eintragen werden. Allerdings scheint dieser Fehler in erster Linie am IPCop zu liegen, da z.B. auch bei Yahoo-Mail keine Anhänge hochgeladen werden können, wenn IPCop im transparenten Modus betrieben wird. Hier wären wir außerordentlich dankbar, wenn es Hinweise für die CommSy-Nutzung hinter verschiedenen Proxys geben würde, insbesondere welche spezifischen Konfigurationsänderungen am Proxy vorgenommen werden müssten. Andernfalls ist es nur eine Frage der Zeit, bis unsere Schüler wissen, wie sie den Proxy und damit auch den Contentfilter umgehen können.

Als Fazit bleibt festzuhalten: Das CommSy hat sich an der Gesamtschule Mümmelmannsberg zu einem zentralen Bestandteil der didaktischen Konzeption entwickelt. Es ist zur Materialbereitstellung und Kommunikation sowohl innerhalb des Kollegiums als auch in vielen Fächern und Kursen nicht mehr wegzudenken.

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